Silke Szymura

Es geht weiter – Das neue Gesicht hinter Dein Tod und ich

Lange war es still um Dein Tod und ich. Vielleicht hast du dich schon gefragt, was los ist und ob das Projekt wohl irgendwann weitergehen wird. Heute gibt es gute Nachrichten: Es geht weiter und es wird sehr bald hier neue Interviews zu lesen geben. Bevor es mit den neuen Interviews losgeht, möchte ich mich dir aber gerne vorstellen. Ich bin „Die Neue“ hinter Dein Tod und ich:

Ich bin Silke, 33 Jahre alt. Als ich 30 war, starb ganz plötzlich und unerwartet mein Freund und Lebenspartner Julian während unseres gemeinsamen Aufenthalts in Nepal. In dem Moment brach eine Welt für mich zusammen. Zugleich habe ich auch so viel Gutes erlebt in diesen Tagen, so viel Wärme, Menschlichkeit und Unterstützung. Seitdem habe ich mich intensiv mit meiner Trauer, mit dem Tod und dem Sterben und schließlich vor allem mit dem Leben auseinandergesetzt. Ein Jahr nach Julians Tod habe ich meinen Job gekündigt, habe mir Zeit für mich und meine Trauer genommen und bin Schritt für Schritt in mein neues Leben gegangen. Mittlerweile habe ich eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin abgeschlossen, ich schreibe an meinem ersten Buch und seit Juli 2016 auf meinem Blog In lauter Trauer über die Trauer und alles, was dazu gehört. Julian habe ich dabei immer in meinem Herzen mit dabei.

Ich träume von einem anderen, natürlicheren Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft

Dein Tod und ich fand ich schon lange toll und wollte ursprünglich mal selbst hier meine Geschichte erzählen. Das werde ich jetzt selbstverständlich nachholen. Nachdem Judith sich dazu entschieden hat, das Projekt nicht weiterzuführen, werde ich es nun übernehmen. Ich freue mich sehr, dass es dadurch hier nun weitergeht und bin wahnsinnig dankbar, dass Judith mir ihr Herzensprojekt anvertraut.

Mein Gefühl ist, dass sich Dein Tod und ich als Interviewplattform und In lauter Trauer als Blog sehr gut ergänzen. In Zukunft wird es hier keine neuen Blogartikel geben. Diese Seite wird ausschließlich für die vielen unterschiedlichen Interviews mit Trauernden da sein. Meine Artikel findest du auf In lauter Trauer. Ich freue mich, wenn du auch dort vorbei schaust.

Solltest du dich bereits an Judith gewendet haben, um hier mitzumachen, so wirst du voraussichtlich im Dezember eine Mail von ihr erhalten. Deine Daten und Informationen werden selbstverständlich nicht ohne deine Zustimmung an mich weitergegeben.

Ich wünsche mir, dass Dein Tod und ich als Interviewplattform stetig wachsen wird und viele Menschen Hoffnung, Mut und Unterstützung in den ganz unterschiedlichen Interviews zur Trauer finden werden. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Judith für ihre wundervolle Arbeit an diesem einzigartigen Projekt bedanken. Ich werde mir große Mühe geben, ihr Projekt genauso liebevoll und von Herzen weiterzuführen wie sie es gestartet hat. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe hier und natürlich vor allem auf deine Nachricht, wenn du dich daran mit deiner Geschichte in einem Interview beteiligen möchtest. Gerne kannst du mich direkt kontaktieren: silke@deintodundich.de

2 Kommentare

  • Ich finde es sehr gut, dass es in der Zwischenzeit Menschen gibt, die sich mit Trauer, Tod und Sterben offen unterhalten! Ich selbst war vor vielen Jahren mit dem Sterben meines Mannes konfrontiert. Er hatte sich einer routinemässigen Herzklappen-OP unterzogen. Unmittelbar nach der OP hatte er eine Sepsis, die er fast 6 Monate überlebte…
    Ich war jeden Tag an seiner Seite-sehr zum Leidwesen diverser Ärzte und PflegerInnen. Denn, er hatte zwar nur mehr eine 20%-ige Chance zu überleben, aber ich habe alles menschenmögliche getan und organisiert, um ihm mit Alternativheilmethoden zusätzlich das Leben zu retten.
    Am 2.3.2007 war mein Kampf zwar verloren, aber ich muss mir nie vorhalten, dass ich irgendetwas verabsäumt habe.
    Auch ich habe ein Buch (136 Tage Intensivstation/Protokoll eines langen Sterbens) dazu geschrieben und fand es nach einiger Zeit sehr heilsam, weil es mir ermöglichte, diese Geschichte bis zu einem gewissen Grad aufzuarbeiten.
    Einige Jahre später machte ich ebenfalls die Ausbildung zur Trauerbegleiterin. Auch das war eine gute Entscheidung. Vor allem half es mir, meine eigene Trauer gut aufzuarbeiten.
    Heute kann ich wesentlich besser mit Tod und Sterben umgehen als zuvor. Und die Bücher von Elisabeth Kübler Ross haben mir dabei auch sehr geholfen 😉

  • Hallo Frau Widi-Tessler, ihre Situation kann ich mir gut vorstellen. Als vor zwanzig Jahren mein Mann überraschend starb, konnte ich die Unsensibilität des Oberarztes nur bestaunen…. das Leben nach dem Tod war mir damals bereits bewusst. Trotzdem, die Einsamkeit, die neue Lebenssituation will erst einmal bewältigt werden.
    Damals stand ich vor einem ‚bildlichen Berg‘ , den es für mich zu überqueren galt. Nach drei Jahren konnte ich die Erfahrungen bejahen. Mir wurde gesagt, dass ich darüber ein Buch schreiben werde. Vielleicht ist für sie ein Blick in die Website von Interesse? Meine Erfahrungen, die vielleicht auf den ersten Blick abgehoben wirken, wollte ich so real wie möglich nachvollziehbar machen. Vor allem die Träume, die später von den mir unbekannten Medien bestätigten wurden, sind bis heute ein überzeugender Weg. Schreiben sie mir, wenn sie Interesse am Buch haben.
    http://www.leben-nach-dem-tod-und-davor.de/

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